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Herzstillstand? Elektroschock! - Defibrillatoren in unseren U-Bahnhöfen

Wenn das Herz still steht, geht es um Leben und Tod. Hilfe muss her und zwar schnell.
In unseren U-Bahnhöfen gibt es deshalb immer mehr automatisierte Defibrillatoren (AED) mit denen jeder Leben retten kann.
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Ein Projekt des Laiendefibrillationsprogrammes der Landeshauptstadt München Ärztlicher Leiter: Dr. Josef Assal, Schirmherrschaft: Oberbürgermeister Christian Ude In Zusammenarbeit mit dem Verein “München gegen den plötzlichen Herztod e. V.”, Stadtwerke München GmbH, Berufsfeuerwehr München, Stadt Garching, Münchner Verkehrsgesellschaft mbH |
Hintergrund
Mit Defibrillatoren wird das lebensgefährliche Kammerflimmern des Herzens unterbrochen, das bei etwa 90 Prozent aller Menschen mit plötzlichem Herz-Kreislauf-Stillstand auftritt. Ursache ist oft ein Herzinfarkt. Nur ein gezielt ausgelöster Elektroschock kann den gestörten Herzrhythmus wieder in Takt und das Herz somit zum Schlagen bringen. Wird ein Opfer innerhalb der ersten Minute mit einem Elektroschock behandelt, besteht eine Überlebenschance von über 90 Prozent. Danach sinkt die Wahrscheinlichkeit um etwa 10 Prozent pro Minute. Nach spätestens fünf Minuten treten die ersten irreparablen Hirnschäden ein. Nach acht bis zehn Minuten ohne Reanimation ist der Patient in der Regel tot.
Viele sind heute noch der Meinung, dass der Notarzt schnell genug kommt und in wenigen Minuten beim Patienten ist. Dabei wird vergessen, dass vom Eintreten eines Notfalls bis zum Eintreffen professioneller Hilfe schnell 12 Minuten und mehr vergehen können. Deshalb kann bei einem plötzlichen Herzversagen der telefonisch gerufene Notarzt in der Regel, auch unter günstigsten Voraussetzungen, nicht rechtzeitig beim Patienten sein. Wenn Passanten, Fahrgäste, Freunde, Angehörige, Kollegen nicht sofort helfen, endet das plötzliche Herzversagen daher meist tödlich!
Anleitung
Im Ernstfall muss zunächst ein Notruf ausgelöst werden, durch den unsere Mitarbeiter in der U-Bahnbetriebszentrale alarmiert werden. Sprechen Sie bitte möglichst ruhig und deutlich.
Der Disponent verständigt außerdem sofort Rettungsdienst und U-Bahn-Wache.
Anschließend kann der Defibrillator, der in einem alarmgesicherten Fach untergebracht ist, entnommen werden. Entfernen Sie sich erst dann vom Notruf, wenn der Mitarbeiter in der U-Bahnbetriebszentrale keine Rückfragen mehr hat.
Das Gerät selbst führt mittels Sprachansage klar und deutlich durch die gesamte Wiederbelebung.
Auf den Gehäusedeckeln ist außerdem eine Kurzanleitung angebracht, die Sie hier ansehen oder downloaden können.
Die Standorte
Insgesamt gibt es im Münchner U-Bahnnetz jetzt 95 solcher Geräte in 84 Bahnhöfen -
weitere werden zur Zeit installiert. 2 Geräte sind zusätzlich im mobilen Einsatz.
An diesen Standorten finden Sie bereits Defibrillatoren:
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Durch Klick in das Vorschaubild öffnet sich Plan mit den aktuellen Standorten
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