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Fakten & Vorteile
Gute CO2-Bilanz der Tram
Der Stadtrat hat sich im Sinne einer gesunden Umwelt für die Bürger dazu verpflichtet, die Kohlendioxid-Emissionen bis zum Jahr 2030 um 50 Prozent zu reduzieren. Die Tram unterstützt dieses Ziel ideal: Im Vergleich zum Auto entsteht bei der Straßenbahn pro Person und Kilometer im Durchschnitt nur rund ein Viertel des klimaschädlichen Gases. In den Hauptverkehrszeiten fällt dieser Vorteil aufgrund der dann höheren Fahrgastzahlen noch deutlicher zugunsten der Tram aus.

Umweltfreundlich in die Zukunft mit der Tram
Der zunehmende Bedarf nach Mobilität kann und soll nicht alleine durch das Auto gedeckt werden. Im Verkehrsentwicklungsplan 2006 der Landeshauptstadt München ist dieses Ziel des Stadtrates folgendermaßen beschrieben:
»Für die aus wirtschaftlichen und sozialen Gründen notwendige Gewährleistung einer stadtverträglichen Mobilität in München haben alle Maßnahmen zur Verkehrsverminderung und zur Verkehrsverlagerung auf umweltgerechte Verkehrsmittel höchste Priorität. Dieser Vorrang ist die Grundvoraussetzung für die geplante Siedlungsverdichtung, die nur bei entsprechender Kapazität und Attraktivität des ÖPNV stadtverträglich verwirklicht werden kann.«
Eine MVG-Umfrage zum Mobilitätsverhalten vom Herbst 2009 zeigt, dass der Anteil öffentlicher Verkehrsmittel (ÖPNV) an allen Wegen der Münchner 2009 im Vergleich zur Mobilitätserhebung 2005/2006 um zwei Prozentpunkte von 26,5 auf 28,7 % gestiegen ist; das entspricht einer Steigerung um 8,3 %!
Die Steigerung des gesamten Umweltverbundes – ÖPNV, Fuß und Fahrrad zusammen – betrug sogar 6 Prozentpunkte. Rund 68 % aller Wege werden somit mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln abgewickelt. Der Anteil der Fahrten mit dem Pkw sank entsprechend auf 32 %. Damit hat der ÖPNV die Pkw-Nutzung überholt: 35 % (fast) täglichen MVG-Nutzern stehen 31 % (fast) tägliche Pkw-Nutzer unter den Münchnern entgegen.
Der Anstieg des ÖPNV-Anteils ist durch einen Zuwachs vor allem bei den jungen und mittleren Altersgruppen bedingt. So legen die Jugendlichen und jüngeren Erwachsenen zwischen 14 und 25 Jahren sogar fast jeden zweiten Weg in einem öffentlichen Verkehrsmittel (48 %) zurück. Für die überdurchschnittlich vielen jüngeren Nutzer, die die künftigen Arbeits- und Antriebskräfte unserer Stadt sind, soll Mobilität bezahlbar und sauber möglich sein.
Daher ist es der richtige Weg, neben einem Bündel an Maßnahmen auch mit dem Projekt Tram Westtangente diese erfolgreiche Verkehrspolitik fortzusetzen, insbesondere angesichts des erwarteten Bevölkerungszuwachses in München.
Die Tram braucht weniger Fläche als das Auto
Obwohl die Tram vorwiegend unabhängig vom Autoverkehr auf eigener Trasse mit Rasengleis fahren soll, braucht sie je Fahrgast weniger Fläche als der Autoverkehr:
Sie nutzt den Straßenraum effektiv: In einer Tram können so viele Personen befördert werden wie in zwei Gelenkbussen oder in 145 Pkws.

Ohne Tram steigt die Belastung der Anwohner weiter
Die Landeshauptstadt München erstellt derzeit eine Verkehrsprognose für das Straßennetz im Umfeld der geplanten Tramtrasse. Erste Ergebnisse lassen eine weitere Zunahme des Autoverkehrs erwarten, sollte die Tram Westtangente nicht realisiert werden. Der zusätzliche Autoverkehr würde die Anwohner noch stärker mit Abgasen, Feinstaub und Lärm belasten als heute. Denn mobil wollen alle sein - die Frage ist aber, mit welchen Mobilitätsangeboten der Zukunft.
Weniger Kfz-Verkehr durch Tram-Ausbau
Das beste Mittel gegen Staus in Großstädten ist der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Erfahrungsgemäß nutzen die Münchnerinnen und Münchner die Tram gerne. Je häufiger und je mehr Menschen für Fahrten in der Stadt das Auto stehen lassen und den ÖPNV nutzen, desto mehr Platz wird auf der Straße für notwendige Fahrten beispielsweise für den Wirtschaftsverkehr geschaffen. Verkehrsprognosen zeigen deutlich: Mit der Tram sind die Zuwächse des Kfz-Verkehrs geringer also ohne Bau der Tram. Die Tram verhindert also zusätzlichen Stau mit noch mehr Lärm und einer noch höheren Abgasbelastung.
Der Straßenraum wird attraktiver
In München gibt es schon gute Beispiele für eine gelungene Integration der Tram in den Straßenraum, zum Beispiel in der Maximilianstraße, am Promenadeplatz oder die neue Tram 23 in die Parkstadt Schwabing.

Rasengleis mit Tram 19 am Promenadeplatz
Selbstverständlich soll auch die Tram Westtangente attraktiv gestaltet werden: So sind beispielsweise in großen Teilen Rasengleise vorgesehen, die für eine Begrünung des Straßenraums sorgen.
Zudem bietet der Bau der Tram die Chance, zeitgleich den Straßenraum an zentralen Orten wie am Romanplatz, im Laimer Stadtteilzentrum, an der Waldfriedhofstraße oder am Ratzingerplatz aufzuwerten.
Ob und wie dies geschehen kann und soll, ist im Rahmen der weiteren Planungsschritte und unter Beteiligung der Öffentlichkeit zu untersuchen und vom Stadtrat zu entscheiden. Von der höherwertigen Erschließung und dem attraktiveren Umfeld wird auch der Einzelhandel profitieren. Außerdem entsteht durch das verbesserte ÖPNV-Angebot ein neuer Anreiz, in den Gebäudebestand zu investieren.
Fakten und Vorteile in Summe
Die Tram Westtangente ist eine sinnvolle Investition in die Zukunft, weil sie im Vergleich zum bestehenden ÖPNV-Angebot im Münchner Westen viele Vorteile hat.
Die Tram Westtangente
- deckt den zunehmenden Bedarf nach Mobilität im Münchner Westen umweltfreundlich ab.
- bietet angesichts der weiter steigenden Nachfrage mehr Platz für mehr Fahrgäste. In der Tram finden beispielsweise doppelt so viele Fahrgäste Platz wie in einem Gelenkbus.
- steht auf ihrem eigenen Gleiskörper nicht im Stau; sie ist schneller und pünktlicher unterwegs.
- schafft schnelle Direktverbindungen zwischen den Stadtteilen.
- vermeidet durch ihre Attraktivität eine noch stärkere Zunahme des Kfz-Verkehrs.
- entlastet die Anwohnerinnen und Anwohner von noch mehr Staub, Lärm und Abgasen.
- lässt durch den Bau von Rasengleisen den Straßenraum grüner werden.
- bietet die Chance zur Aufwertung des Straßenraumes und zur Belebung der Stadtteilzentren.
- besticht durch ein ruhiges Fahr- und Bremsverhalten.
- ist leistungsfähig, attraktiv und wirtschaftlich.

Rasengleis mit Tram 23 in der Leopoldstraße
Die Erfolge der Osttangente (Tram 25), der Tram in Neuhausen (Tram 16, 17) und der neuen Tram in die Parkstadt Schwabing (Tram 23) zeigen jeden Tag, dass der Ausbau des Münchner Tramnetzes Erfolg hat; überall sind die Fahrgastzahlen nach Einführung der Tram deutlich stärker als im Gesamtnetz angestiegen. Die Münchnerinnen und Münchner nutzen die Tram also gerne und oft.
Nicht nur in München erlebt die Tram eine Renaissance, sondern auch weltweit. Mehr dazu unter unserem Link zur Tram-Ausstellung: mvg-mobil.de/projekte/tramausstellung

Nach 70 Jahren fährt wieder eine Straßenbahn in Paris: Die neue Linie T3.
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