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Die MVG Wanderausstellung
Die MVG Wanderausstellung 'Die moderne Tram in Europa' zieht weiter durch München und Deutschland. Sie illustriert anhand großformatiger Fotos, anschaulicher Grafiken und informativer Texte, dass die Straßenbahn in den vergangen Jahren vielerorts wieder zum Mittel und Motor der Stadtentwicklung geworden ist. Mehr noch: Die Renaissance vieler europäischer Innenstädte ist eng mit der Renaissance der Tram verbunden.
Die Ausstellung beleuchtet die Beziehungen zwischen Stadt und Verkehrsmittel in mehreren Themenbereichen. Die Besucher können sich zum Beispiel über die Straßenbahn als Gestaltungsaufgabe, das Verkehrssystem Straßenbahn und das Thema 'Straßenbahn und Stadtbild' informieren. Eindrucksvolle Fotos aus vielen europäischen Metropolen veranschaulichen die unterschiedlichen Einzelaspekte zukunftsweisender Trambahnsysteme, etwa die teils kühne Architektur moderner Haltestellen, die Bedeutung der Tram als Standortfaktor und Impulsgeber für lebendige Innenstädte oder das Fahrzeugdesign von der 'Seidenraupe' in Lyon bis zur neuen Variobahn für München.
Ausstellungstermine:
Zurzeit keine Termine
Interessierte Organisationen, Einrichtungen oder Verbände können die Wanderausstellung ausleihen.
Kontakt:
Frau Martina Pfleger
pfleger.martina@swm.de
Münchens Tram ist in der nächsten Ausbauphase. Die reich bebilderte Ausstellung verdeutlicht, dass sich München damit in bester Gesellschaft befindet. Seit geraumer Zeit ist die Straßenbahn wieder vielerorts in Europa Mittel und Motor der Stadtentwicklung. Sie hat in vielen Städten eine wesentliche Funktion bei der Wiederbelebung der Innenstädte, der Stärkung des innerstädtischen Einzelhandels sowie der Stadterneuerung und der Stadterweiterung übernommen - unter räumlichen, ökologischen, verkehrlichen und ästhetischen Gesichtspunkten.
Umweltfreundlichkeit
Der Energieaufwand der Straßenbahn ist sehr niedrig: Fährt eine Person mit der Straßenbahn statt mit dem Auto, verbraucht sie auf der gleichen Strecke nur ein Fünftel so viel Energie. Das liegt am geringen Rollwiderstand, am hohen Energieausnutzungsgrad und am elektrischen Antrieb generell. Die Energie, die beim Bremsen entsteht, wird dazu in das Fahrstromnetz zurückgespeist.
Durch den Elektroantrieb fallen außerdem vor Ort keine Emissionen an. Ein weiterer Vorteil der Straßenbahn ist die geringe Lautstärke: Moderne Züge sind leise, besonders dann, wenn sie auf Rasengleisen verkehren. Untersuchungen in Zürich (H. Boesch: Die Langsamverkehrs-Stadt, Zürich 1992) haben außerdem ergeben: Eine Straßenbahn kann 6 bis 7,5 Dezibel lauter sein als ein Auto, um subjektiv gleichermaßen belästigend empfunden zu werden. Der Lärm pro Fahrgast ist in jedem Fall um ein Vielfaches geringer als beim PKW.
Attraktivitätsbonus
Wenn Straßenbahnen Busse ersetzen, führt dies meist zu höheren Fahrgastzahlen. Dieser Straßenbahnbonus beträgt meist rund 25 Prozent, kann aber in Einzelfällen noch höher liegen. Ein Beispiel: Als im Jahr 1997 die so genannte Münchner Osttangente vom Max-Weber-Platz zum Ostfriedhof eröffnet wurde, stieg die Nachfrage um etwa 50 Prozent gegenüber der vorherigen Buslinie. Überhaupt wird die Tram immer beliebter bei den Münchnern: Die Linien 18/19 konnten zwischen 1995 und 2005 einen Zuwachs an Fahrgästen von rund 30 Prozent verzeichnen, bei der Linie 27 waren es sogar 45 Prozent. Insgesamt stieg die Zahl der Fahrgäste zwischen den Jahren 1995 und 2005 um rund 20 Prozent.
Flexibilität
Kein anderes leistungsfähiges Verkehrsmittel ist baulich so flexibel wie die Straßenbahn: Auf schnellen Strecken mit besonderem Bahnkörper ergeben sich Reisezeitgewinne, in zentralen Lagen können Straßenbahnen durch enge Radien bis ins Zentrum gelangen und daher eine optimale Feinerschließung von Innenstädten ermöglichen.
Benutzerfreundlichkeit
Die Tram ist ein sicheres und benutzerfreundliches Verkehrsmittel. Die Fahrgäste können sich leicht orientieren und müssen keine Stufen nehmen, um in die Fahrzeuge zu gelangen. Die Züge laufen ruhig, der Fahrkomfort ist hoch. Und die Parkplatzsuche, gerade in der Münchner Innenstadt, entfällt. Das Trambahnnetz ist eng geknüpft: Man muss nicht weit laufen, um zu einer Haltestelle zu gelangen. Die Straßenbahnen fahren in geringen Abständen und die Wartezeiten sind sehr kurz.
Eleganz und Ästhetik auf Schienen
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| Montpellier (Foto: Viennaslide) | Montpellier (Foto: Viennaslide) |
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| München (Foto: W. Wellige) | Marseille (Foto: C. Groneck) |
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| Bordeaux (Foto: Viennaslide) | Orleans (Foto: Viennaslide) |








