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Für die MVG ist es schon seit langem
eine Selbstverständlichkeit, mobilitätsbehinderten Fahrgästen
den Zugang zu ihren Verkehrsmitteln U-Bahn, Bus und Tram so einfach
wie möglich zu machen. Niederflurfahrzeuge, Hublifte, Klapprampen,
Rolltreppen oder Aufzüge gehören mittlerweile zum Standard. Zudem
werden regelmäßig Schulungen mit Behindertengruppen durchgeführt. Das
Unternehmen steht über einen Behindertenbeauftragten in permanentem
Kontakt mit den Behindertenverbänden. Die MVG gilt heute als eines der
behindertenfreundlichsten Verkehrsunternehmen in Deutschland.
Elektronische Fahrplanauskunft für Sehbehinderte - hier klicken
Barrierefrei Innenraum
U-Bahn / S-Bahn |
Barrierefrei Gesamttarifgebiet
U-Bahn / S-Bahn |
Umgebungspläne
U-Bahn / S-Bahn |
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Durch Klick auf die jeweiligen Stationen öffnet sich ein
Umgebungsplan, in dem Treppen, Rolltreppen und Lifte eingezeichnet
sind. (Quelle: MVV GmbH) |
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Die Münchner U-Bahn - Top auch für Behinderte

- Alle 94 U-Bahnhöfen sind mit rollstuhlgerechten
Zugangsmöglichkeiten ausgestattet.
- Standard in Münchens U-Bahnhöfen: ein 20 cm breiter
Tastrillen-Streifen, der den nötigen Sicherheitsabstand zur
Bahnsteigkante auch für sehbehinderte Fahrgäste markiert und dem
mindestens 70 cm breiten Sicherheitsstreifen vorgelagert ist. Die
Landeshauptstadt München und die SWM/MVG wurden für die Tastrillen
1996 mit dem Integrationspreis des Bayerischen Blindenbundes
ausgezeichnet.
- Die Bahnhofsarchitektur: ausreichende Bewegungsflächen,
Vermeidung von Einbauten, Nischen und Kanten, vor allem im
Bahnsteigbereich, gute Ausleuchtung
- Damit sich Blinde an den Bahnsteigen orientieren können, werden
über Außenlautsprecher jeweils Linie und Fahrziel des eingefahrenen
Zuges angesagt.
- Münchens neue U-Bahn, der sechsteilige Gliederzug vom Typ C1.9,
wurde schon am Reißbrett auf die Belange von Mobilitätsbehinderten
abgestimmt. Die Ergebnisse: Noch breitere Türen, angeschrägte
Türschwellen, deutlich mehr Stellfläche für Rollstühle und
Kinderwagen (u. a. durch hochklappbare Sitze). Alle
Rollstuhlstellplätze sind von der Tür aus ohne Trennwand schnell zu
erreichen. Damit Rollstühle oder Kinderwagen noch besser rangiert
werden können, wurde je Einstiegsbereich nur noch ein Haltepfosten
mittig angeordnet. Dafür wurden im Einstiegsbereich seitliche
Haltestangen angebracht, die gebrechlichen oder gehbehinderten
Fahrgästen einen sicheren Halt beim Ein- und Aussteigen verschaffen.
Zwischen den vorderen Rollstuhlplätzen und dem Fahrer besteht
Sichtkontakt, ergänzt durch eine separate, tiefergesetzte
Sprechstelle. Automatische Haltestellenanzeigen und -ansagen mit
Angabe der Ausstiegsseite sowie optische und akustische
Türschließwarnung dienen den Hör- bzw. Sehbehinderten zur
Orientierung. Für letztere wurde auch bei der Auswahl von Farben für
Schriften, Zeichen, Sicherheitseinrichtungen etc. auf gute
Kontrastfähigkeit geachtet.
Der Münchner Bus: Niederflur und Einstiegshilfe sind
Standard

- Niederflurbusse - heute Standard bei Neubeschaffungen in
Deutschland und zunehmend auch im Ausland - wurden maßgeblich auf
Betreiben der SWM/MVG entwickelt und in München auch erstmals
eingesetzt.
- Dieser Vorsprung macht sich bemerkbar: Seit Mitte 2003 verkehren auf
den Linien der MVG im Regelfall ausschließlich Niederflurbusse (rund
250 Linienbusse) mit Einstiegshilfe (Hublift* oder Klapprampe). Auch von ihren privaten Auftragsunternehmen verlangt die
MVG die Beschaffung von Niederflurbussen.
- An Haltestellen wird besonders auf ausreichende
Durchfahrtsbreiten für Rollstuhlfahrer und auf gute Anfahrbarkeit
für den Bus (Voraussetzung für einwandfreie Bedienbarkeit des Liftes
bzw. der Rampe) geachtet. Neue Haltestellen werden mit optimierter
Einstiegshöhe und Blindenleitstreifen ausgestattet.
- Symbole oder Buchstaben in den
Aushangfahrplänen kennzeichnen die entsprechenden
Fahrzeuge.
* Bitte beachten Sie dabei die maximale Traglast des Hubliftes von
300 kg
Die Münchner Tram - bald ganz barrierefrei

- In München verkehren im Regelbetrieb fast ausnahmslos modernste
Niederflurtrambahnen mit optischer und akustischer Haltestellen- und
Linienanzeige im Innenraum. Alle Züge sind an der ersten Türe mit
einem elektrischen Hublift für Rollstühle und mit entsprechenden
Stellplätzen im Fahrgastraum ausgestattet.
- Symbole oder Buchstaben in den
Aushangfahrplänen kennzeichnen die entsprechenden
Fahrzeuge.
- Über 90% der Tram-Haltestellen sind
behindertengerecht (u. a. rollstuhlgerecht durch breite
Haltestelleninseln und abgesenkte Bordsteine im Zu- und
Abfahrtsbereich). Weitere Haltestellen werden im Rahmen von
Baumaßnahmen (Beschleunigungsprojekt) demnächst folgen.
* Bitte beachten Sie dabei die maximale Traglast des
Hubliftes von 300 kg

Umsteigen und Überwege leicht gemacht
- Auch auf barrierefreie Umsteigebeziehungen zwischen den
Verkehrsmitteln legt die MVG großen Wert. Rampen und Aufzüge an 74
U-/ S-Bahnhöfen in München dienen insbesondere diesem Zweck. Und an
170 Haltestellen und Bahnhöfen in München sind Lichtzeichenanlagen
mit Zusatzeinrichtung für Behinderte in Betrieb. Bei 78% der U-Bahnhöfe
machen Ein-/Ausgänge auf beiden Straßenseiten eine
Straßenüberquerung entbehrlich und erleichtern damit behinderten
Bürger einen sicheren Weg zur U-Bahn.
Zielgruppenspezifische Information und
Beratung
- Viele Maßnahmen für Behinderte können nur dann wirklich ihren
Zweck erfüllen, wenn auch die Information darüber auf sie abgestellt
ist. Das erfordert ein - für verschiedene Behindertengruppen
unter-schiedliches - Kommunikationskonzept. Deshalb ist in München
z. B. vorgesehen:
In den Aushangplänen, Fahrplanbüchern und in der
Elektronischen Fahrplanauskunft
ist auf einen Blick erkennbar, welche Fahrten mit
behindertengerechten Fahrzeugen erfolgen.
- Im Rahmen des Mobinet-Projektes, an dem auch die MVG maßgeblich
mitgewirkt hat, wurden in die neue elektronische Fahrplanauskunft
EFA9 erweiterte Funktionen aufgenommen. Bei der EFA9 können
Mobilitätseingeschränkte angeben, ob sie an Haltestellen auf Aufzüge
oder Rolltreppen angewiesen sind oder ob sie Niederflurfahrzeuge
benutzen möchten. Zusätzlich kann auch die Gehgeschwindigkeit in
drei Stufen (langsam, normal, schnell) eingestellt werden.
- Spezielle Liniennetzpläne für Behinderte zeigen an, welche
Bahnhöfe und Toilettenanlagen behindertengerecht gestaltet sind,
welche Ausstattung (z. B. Lift) vorhanden ist und welche
Höhendifferenz im jeweiligen Bahnhof zwischen Bahnsteig und
Fahrzeugboden besteht.
Behinderten WC-Schlüssel Den sog. EURO-Schlüssel zum Öffnen der Behindertentoiletten
erhalten berechtigte Personen z. B. bei der Stadtinformation im
Rathaus oder über www.cbf-da.de
- In allen Fahrzeugen der MVG sind je nach Fahrzeugtyp und Modell
bis zu 25 Prozent der Sitzplätze - in der Regel in unmittelbarer
Nähe zum Ein- und Ausstieg - mit Piktogrammen für Behinderte oder
mobilitätseingeschränkte Personen gekennzeichnet.
- Faltblätter geben Auskunft über behindertenspezifische Angebote
und richtigen Umgang mit den Einrichtungen. Auf Wunsch bietet die
MVG spezielle Informationsveranstaltungen für verschiedene
Behindertengruppen an. So kann z. B. das Ein- und Ausfahren mit dem
Rollstuhl über Lift oder Rampe in die Fahrzeuge auf Wunsch auch in
den Betriebshöfen - ohne Zeitstress oder ungeduldige Mitreisende -
geübt werden.
Der Umgang mit Behinderten, mit der für diese bereitgehaltenen
Technik, vor allem aber Verständnis für deren Belange ist fester
Bestandteil der Ausbildung des Fahrdienst- und Servicepersonals.
- Auch der Internetauftritt der MVG ist behindertengerecht
gestaltet, so dass es insbesondere Blinden und in der Sehkraft
beeinträchtigten Personen unter Zuhilfenahme spezieller Programme
(sog. screenreader) ermöglicht wird, sich Bedienung und Inhalte
akustisch vortragen zu lassen.
- Beteiligung und Dialog
Die MVG steht mit zahlreichen Verbänden (z. B. Gehörlosenverband,
Blindenbund, VDK) in kontinuierlichem Kontakt. Sie stimmt ihre
Planungen, z. B. auch den Einsatz der behindertengerechten
Fahrzeuge, mit dem "Facharbeitskreis Mobilität" ab, der mit allen
mobilitätsrelevanten Behindertengruppen in Verbindung steht. Und sie
wirkt mit im städtischen Beraterkreis "behindertengerechtes Planen
und Bauen".
- Seit 1999 beschäftigt die MVG zudem einen eigenen
Behindertenbeauftragten als ständigen Ansprechpartner für die
Behinderten und als innerbetrieblichen Koordinator für die Belange
der Behinderten.

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